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Warum Imagefilme heute nicht mehr reichen – und was stattdessen funktioniert

Der Imagefilm war lange der Standard

Und genau das ist heute sein größtes Problem

Über Jahre galt der Imagefilm als Pflicht:
Ein bis zwei Minuten, schöne Musik, große Worte, perfekte Bilder.
Ein Film, der „alles zeigt“ – und am Ende doch wenig erzählt.

Heute stellen sich viele Unternehmen dieselbe Frage:
Warum erzielt dieser Film kaum Reichweite, kaum Interaktion und kaum Wirkung?

Die Antwort ist unbequem, aber klar:
Weil sich Kommunikation verändert hat.

Aufmerksamkeit funktioniert heute anders

Inhalte werden heute selten bewusst gesucht. Sie tauchen auf – im Feed, zwischen zwei Terminen, unterwegs, oft ohne Ton. Die Entscheidung, ob etwas relevant ist, fällt in Sekunden.

Ein klassischer Imagefilm ist dafür häufig zu schwer gedacht:

  • zu lang für den Feed
  • zu erklärend im Einstieg
  • zu weit entfernt von der Lebensrealität der Zielgruppe

Er möchte alles erzählen, bevor überhaupt Interesse entstanden ist.

Das eigentliche Problem liegt nicht im Film

Viele Unternehmen setzen weiterhin auf den Imagefilm als zentrales Kommunikationsmittel. Ein großes Projekt, das alles abdecken soll. Danach folgt lange Zeit nichts.

Typisch ist ein Muster:

  • ein aufwendig produzierter Film
  • eine Veröffentlichung zum Launch
  • anschließend kaum Weiterverwendung

Was hier fehlt, ist nicht Qualität – sondern Kontinuität.

Wirkung entsteht durch Wiederholung und Nähe

Moderne Marken erzählen ihre Geschichte nicht mehr in einem einzigen Film. Wirkung entsteht heute über viele kleine Berührungspunkte hinweg – durch Inhalte, die regelmäßig auftauchen, wiedererkennbar sind und sich natürlich in den Alltag der Zielgruppe einfügen. Kurze Videos mit klarer Aussage, wiederkehrende Formate oder echte Einblicke ersetzen dabei zunehmend austauschbare Werbebilder. So entsteht Nähe. Und Nähe ist heute entscheidend, um Vertrauen aufzubauen.

Social-First statt Image-First

Ein häufiger Denkfehler besteht darin, den Imagefilm an den Anfang zu stellen und Social-Media-Inhalte lediglich daraus abzuleiten. In der Praxis funktioniert es heute besser andersherum. Inhalte sollten von Beginn an für Social Media gedacht sein – Hochformat als Standard, eine klare Botschaft in den ersten Sekunden und Videos, die auch ohne Ton funktionieren. Aus diesem kontinuierlichen Content kann der Imagefilm später entstehen – als verdichtete Essenz. Nicht umgekehrt.

Der Imagefilm hat weiterhin seinen Platz

Wichtig ist: Der Imagefilm ist nicht tot. Er funktioniert weiterhin gut – auf Websites, bei Events, in Präsentationen oder als Basis der Markenkommunikation. Seine Rolle hat sich jedoch verändert. Er ist heute Teil eines Systems und nicht mehr dessen Mittelpunkt.

Fazit

Imagefilme allein reichen heute nicht mehr aus, um sichtbar zu bleiben. Unternehmen brauchen kontinuierlichen Video-Content, klare Formate statt Einzelstücke, Social-First-Denken und eine erkennbare Haltung. Denn Sichtbarkeit entsteht nicht durch einen einzelnen Film, sondern durch Klarheit, die immer wieder auftaucht.

Nächster Schritt

Ihr möchtet wissen, welche Videoformate für euer Unternehmen wirklich funktionieren?
Dann lasst uns darüber sprechen.

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